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Neu-Ulm, Neu-Ulm – wir fahren nach Neu-Ulm!?

Siegerehrung komprimiertWarum die TTBL das Pokalfinale in der Ratiopharm-Arena etablieren will

Neu-Ulm – Entwickelt sich die Ulmer Ratiopharm-Arena zu einem Tempel des deutschen Tischtennissports? Zumindest schlug die TTF Liebherr Ochsenhausen in den vergangenen Jahren dort schon zu besonderen Spielen auf. Am Sonntag hat sich die deutsche Tischtenniselite zum zweiten Mal in Neu-Ulm zum TTBL Top-Four getroffen. Borussia Düsseldorf verteidigte den Pokaltitel aus dem Vorjahr (wir berichteten bereits). Und TTBL-Geschäftsführer Nico Stehle verrät: Neu-Ulm könnte das „Berlin“ des deutschen Tischtennispokals werden.

Fans Hilpolstien komprimiertRosige Aussichten also für die Tischtennisfans in der Ulmer Sportregion? Angenommen haben die Zuschauer jedenfalls auch die zweite Auflage: 3100 Besucher zählte die TTBL am Sonntag. Eine Zahl, mit dem sich Nico Stehle durchaus zufriedengab. Wenn auch das leise Ziel (ein ausverkauftes Haus) nicht ganz erreicht wurde. „In Neu-Ulm stimmt einfach vieles, das wir für die Austragung des Final-Four benötigen“, erläutert der Geschäftsführer. Als da wären: Interessierte lokale Sponsoren, die Unterstützung der Städte Ulm und Neu-Ulm und dazu noch zwei Verbände als Helfer: der TTVWH und der BTTV. Die Ratiopharm Arena – eine Art Grenzstein zwischen den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern – garantiert den Veranstaltern also Unterstützung aus zwei Städten und Bundesländern. Eine doppelte Helferkraft, die es der TTBL natürlich „einfach macht“, so Nico Stehle.

Daher könnte sich das Pokalfinale auch über die kommenden Jahre in der Ratiopharm-Arena etablieren. „Im Fußball skandieren die Fans `Berlin, Berlin – wie fahren nach Berlin`. Vielleicht heißt es in ein paar Jahren ja: `Neu-Ulm, Neu-Ulm – wir fahren nach Neu-Ulm“, hofft Nico Stehle. Ähnlich handhabt die TTBL bereits das Bundesliga-Finale Ende Mai, das sich bereits in der Fraport-Arena zu Frankfurt etabliert hat.

Der Hintergedanke der TTBL ist klar: „Durch gleichbleibende Austragungsorte wollen wir eine Art Wiedererkennungswert des Sports erschaffen. In Neu-Ulm sehen wir dafür perfekte Voraussetzungen“, erklärt Nico Stehle. Die Fans in der Region wird`s freuen.

Fans Düsseldorf komprimiertDie stillen Säulen

Voll des Lobes äußerte sich Nico Stehle auch über rund 40 freiwillige Helfer, die ihre Arbeitskraft für das Pokalfinale zur Verfügung stellten. Besonders bei Auf-Ab- und Umbau der Halle benötigten die Offiziellen wieder dringenden Tatendrang von außen. Über Online-Portale und lokale Anzeigen warb die Liga die Helfer an, um ihr zahlenmäßig begrenztes Team aufzustocken. Der Kreis definiere sich zum einen aus einem festen Stamm, zum anderen aus einigen Neulingen, so Nico Stehle. „Es sind auch einige zum ersten Mal dabei gewesen.“ Dass die Liga wenig Probleme bei der Anwerbung der Kräfte hat, sieht Nico Stehle nicht als Selbstverständlichkeit an. „Daher – großen Dank an alle. Ohne die Helfer würde eine solche Veranstaltung nicht geben.“

Zum ersten Mal meldete sich „Volunteer“ Florian Zeifang aus Mössingen, um beim Top-Four mitzuhelfen. Seit sieben Jahren spielt er aktiv Tischtennis – und ist seitdem begeistert, auch was den Spitzensport angeht. „Es ist einmal etwas ganz anderes, so eine Veranstaltung hinter den Kulissen mitzuerleben. Allein daher lohnt es sich für mich, zu helfen.“ Finanziell vergütet werden die Volunteers selbstverständlich nicht. Geld würde für Florian Zeigfang aber ohnehin keine Rolle spiele. „Als Tischtennisfan kann man die Arbeit sogar genießen, weil man so nah dran ist, wie nie. Aber man muss den Sport schon mögen, um mitzumachen.“ Auch vom sportlichen Geschehen sei Florian Zeifang kaum abgelenkt worden. Die Einsätze der Volunteers mehren sich nach und vor der Veranstaltung, sowie während den Pausen. Mit Arbeitseinsatz lässt sich das Pokalfinale also noch näher erleben – sicherlich ein Grund, dass die TTBL so viel Unterstützung von außen bekamen.

Foto 1: Sektdusche zum Pokalsieg für Timo Boll und Co. (Foto: Reinhard Arras)

Foto 2: Die Düsseldorfer Fans feierten ihren erneuten Titel. Auch für sie wird die Ratiopharm-Arena allmählich zum Wohnzimmer. (Foto: Reinhard Arras)

Foto 1: Bilder wie die „schwarz-gelbe Wand“ der Fans des TV Hipoltstein könnten bald in jedem Jahr in der Neu-Ulmer Ratiopharm-Arena zu bestaunen sein. (Foto: Christian Scharbert)

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