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20190921 223059Drei Spieler und Landestrainer Momcilo Bojic reisten mit der Para-Tischtennisnationalmannschaft am 14. September ins schwedische Helsingborg. Unter perfekten Bedingungen in der Helsingborg-Arena starteten am 16. September die Einzelwettbewerbe.

In der Damenwettkampfklasse 8 begann das Turnier für Juliane Wolf mit einem souveränen Sieg vielversprechend, auch wenn sie gegen ihre Dauerrivalin Aida Dahlen aus Norwegen im zweiten Match unterlag. Leider konnte sie im entscheidenden Spiel gegen die Polin Jastrzebska nicht ihre beste Leistung abrufen und verlor in drei Sätzen, was das Vorrundenaus bedeutete.

In der Wettkampfklasse 6 bei den Herren konnte der Esslinger Tim Laue mit zwei Siegen als Gruppenzweiter die K.O.-Runde erreichen. Unter anderem bezwang er hier den Schweizer Valentin Kneuss überraschend deutlich mit 3:0. Im Achtelfinale besiegte Laue den aufstrebenden Griechen Chatzikyriakos nach vier Durchgängen. In der Runde der letzten Acht war der spätere Vize-Europameister Simion aus Rumänien zu stark. Dennoch war das Erreichen des Viertelfinals für den C-Kader-Athleten ein großer Erfolg.

20190921 213034Routinier Thomas Brüchle startete in der WK 3. An Nummer 3 gesetzt überzeugte er mit drei Vorrunden-Siegen als Gruppenerster. Im Achtelfinale traf er auf seinen Trainingspartner und zukünftigen Team-Kollegen in Kornwestheim Colin Judge aus Irland. Der Lindauer dominierte die Partie und erreichte noch am selben Abend das Viertelfinale. Mehr Krampf und Kampf war die Begegnung gegen den jungen Italiener Orsi. Nur mit viel Willensstärke konnte Brüchle diese Partie im Entscheidungssatz zu seinen Gunsten entscheiden, was gleichzeitig den Gewinn einer Medaille bedeutete. Am nächsten Morgen wartete mit Florian Merrien aus Frankreich ein alter Bekannter auf den deutschen Nationalspieler. In den entscheidenden Momenten war Merrien jedoch einen Tick besser und bezwang Brüchle im Halbfinale. Somit wurde der Kornwestheimer Spieler seiner Setzung gerecht und errang die Bronzemedaille.

Gleich am nächsten Tag starteten die Teamkonkurrenzen. Als Titelverteidigerin in der WK 6-8 der Damen startete Juliane Wolf zusammen mit Steffi Grebe und Corinna Hochdörfer in den Wettbewerb. Mit zwei Siegen und einer knappen Niederlage gegen Russland qualifizierte sich das Trio fürs Halbfinale. Gegen Norwegen siegten Wolf und Grebe im Doppel und Wolf beendete die Partie mit ihrem Erfolg über Nora Korneliussen. Unglücklich verlor man im Finale gegen Polen das Doppel und so musste nach dem Revanchesieg von Wolf gegen Jastrzebska das letzte Einzel über den Titel entscheiden. Grebe unterlag jedoch in vier Sätzen und somit holte das deutsche Team die Silbermedaille.

Ebenfalls erreichen konnte Tim Laue zusammen mit Benedikt Müller in der WK 6. Die beiden jungen Deutschen konnten vor allem im Doppel überzeugen und spielten sich sensationell in die Runde der letzten vier. Auch gegen das griechische Duo konnte man das Doppel gewinnen und war kurz vor dem Erreichen des Endspiels. Doch sowohl Müller als auch Laue mussten in den anschließenden Einzeln die Stärke der Griechen neidlos anerkennen. Beide freute jedoch über ihre Medaille bei internationalen Meisterschaften.

Bereits zum fünften Mal in Folge sicherten sich Thomas Brüchle und Tom Schmidberger den Europameistertitel in der Wettkampfklasse 3. Ohne Schwierigkeiten gewannen die beiden Thomasse ihre Vorrundengruppe nach jeweils klaren Erfolgen über Österreich und Russland. Als topgesetztes Duo war man direkt für das Halbfinale qualifiziert, wo mit dem Gastgeber Schweden ein unangenehmer Gegner wartete. Trotz größerer Probleme setzte sich das deutsche Duo mit 2:1 gegen die Lokalmatadoren durch. Im Finale stand man Frankreich gegenüber. Das Doppel gewann man nach konzentrierter Leistung deutlich in drei Sätzen. Anschließend machte Thomas Brüchle gegen Sylvain Noel den Sack zu und sicherte den beiden Deutschen den einzigen Teamtitel in Helsingborg.

WhatsApp Image 2019 09 26 at 16.29.46Landestrainer und Co-Trainer in der Paranationalmannschaft Momcilo Bojic meinte zu den Leistungen: „Juliane setzte sich etwas zu sehr unter Druck und spielte im Einzel eher durchwachsen. Im Team steigerte sie sich aber von Spiel zu Spiel. Tim hat auf dem Weg ins Viertelfinale drei gute Spieler geschlagen, war aber bei den Titelkämpfen gegen die Top10-Spieler eher chancenlos. Aber vor allem im Team spielte er sehr konstant bis zum Halbfinale. Thomas war wie immer sehr konstant und kämpfte sich bis ins Halbfinale vor. Beim nächsten Mal sollte gegen Merrien aber wieder mehr drin sein. Auch für mich waren meine ersten Europameisterschaften ein beeindruckendes Erlebnis.“

Text & Bilder: Anika Müller

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