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Fabian Wurster (Foto: rechts) wirft einen Blick zurück auf ihr Freiwilliges Soziales Jahr

WursterGaaKubelj2Im Zuge der Suche und Stellenausschreibung neuer Freiwilligen starten wir eine kleine Serie mit unseren ehemaligen FSJ-Mitarbeiter/-innen. Marco Bebion stellte jeweils die Fragen an die Ehemaligen und erhielt von einigen unterschiedliche Rückmeldungen. Bereits 23 Freiwillige absolvierten ein FSJ beim TTVWH. Eventuell hilft es den neuen Bewerbern ein besseren Blick über das FSJ zu erhalten.

Frage: Erinnerst du dich noch an die Zeit beim TTVWH? Beschreibe uns doch kurz deine ausgeführten Aufgaben, sowie ein Ereignis, welches dir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Ein Jahr lang 100% Tischtennis! - Diese Aussage beschreibt wohl ziemlich genau meine Zeit beim TTVWH. Zum 01. September 2015 trat ich mein FSJ in der Geschäftsstelle in Stuttgart an. Meine Tätigkeitsfelder waren vielfältig: Neben der Unterstützung von Marco Bebion im click-TT Mannschaftssport sowie Wolfgang Laur im Bereich des Einzelsports kam ich intensiv mit der Öffentlichkeitsarbeit in Berührung: das Bearbeiten der Verbandshomepage sowie die Spezialisierung als Redakteur auf die TTVWHNews standen auf dem Tagesplan.

Neben zahlreichen weiteren administrativen Arbeiten, war ich jedoch nie im heimeligen TTVWH-Büro im Haus des SpOrt Stuttgart gefangen - Vereinstrainings, das Leiten von Schul-Ag´s sowie das Durchführen vieler TTVWH on Tour- Aktionen im ganzen Verbandsgebiet ermöglichten es neue Kontakte zu knüpfen und die Freude und Faszination an unserer Sportart zu vermitteln.

Persönlich geprägt haben mich mehrere Begebenheiten in dieser Zeit, drei davon möchte ich kurz beleuchten: Man stelle sich vor ein junger Mann aus dem Nord-Schwarzwald, der in einem ruhigen Örtchen bei Freudenstadt wohnt, welches noch nicht einmal 1000 Einwohner zählt, begibt sich täglich in die Landeshauptstadt und erlebt erst einmal einen Kulturschock: Große Menschenmengen, die Hetze jener jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit, das Chaos mit den entfallenen Zügen, welches Bahnhofsaufenthalte beinahe unendlich wirken ließ und die Anspannung, wann man wo die nächste Bahn erreichen muss, vergleichbar mit einem 10:10 im Entscheidungssatz mit dem Gegner beim Tischtennis… Vom bekannten Jungen aus der Nachbarschaft zum Fremden in der Großstadt: Diese zu Anfang unangenehme Situation brauchte erst einige Wochen, bis sie zur Gewohnheit wurde und ich mich damit anfreunden konnte.

Sportlich gesehen war die Vorbereitung auf den Vereinsservicetag 2016 ein weiteres Highlight und Beweis dafür, dass sich gute Organisation und bis ins Detail geplante Abläufe lohnen. In seinem Ausmaß einzigartig, bildet diese Veranstaltung jedes Jahr ein Highlight im Verbandsgebiet und ist längst Aushängeschild des TTVWH geworden.

TTVWH on tour ZwiefaltenDas Wichtigste jedoch, das mir geblieben ist, war der kollegiale Umgang in der Geschäftsstelle, bei welchem von Anfang an, meinen FSJ-Kollegen und mir, Unsicherheiten genommen und schnell Hemmungen abgelegt werden konnten. Doch nicht nur die zwischenmenschlichen Seiten rechne ich Thomas Walter, Wolfgang Laur, Marco Bebion, Markus Senft und Anja Graf an: Die Leidenschaft und den Ehrgeiz tagtäglich das Beste in ihrem jeweiligen “Fachgebiet” und darüber hinaus zu geben, hat mich von Anfang bis Ende meines FSJ´s begeistert. Jede Person als solche so individuell, als Team und Gemeinschaft dann aber eins. Mit ihrer Begeisterung und anhaltenden Motivation für besagte Arbeit schafft die Geschäftsstelle es immer wieder aufs Neue, Vereine zuverlässige und kompetente Auskünfte bei Fragen und Anregungen rund um das Thema Tischtennis zu liefern und ist mit ihrer Verantwortung für das gesamte Verbandsgebiet von unentbehrlicher Bedeutung.

Frage: In welcher Form bist du heute der Sportart verbunden oder führst du noch Tätigkeiten im Verein/Bezirk/Verband aus?

Ich selbst bin weiterhin noch aktiv mit dem Tischtennissport verbunden, spiele beim CVJM Grüntal im Bezirk Schwarzwald aktiv in der 1. Herrenmannschaft, momentan in der Bezirksliga. Seit zwei Jahren habe ich das Amt des Pressewarts inne, pflege zudem unsere Vereinshomepage mit aktuellen News. Weiterhin darf ich mich zu unserem Trainerteam im Verein zählen, das den zahlreichen Kindern und Anfängern im Verein ein angemessenes Training ermöglicht und bei Wettkämpfen coacht.

Schule ObertalFrage: Die Jahre vergehen und das FSJ war meist der Einstieg in das Berufs- oder Studentenleben, welchen beruflichen/studentischen Weg bist du eingeschlagen?

Nach meine FSJ begann ich bei einer großen Lebensmittel-Einzelhandelskette das duale Abiturientenprogramm, bei welchem es im Frühjahr 2019 den Abschluss des Geprüften Handelsfachwirt zu bestehen gilt. Die Verantwortung für einen größeren Warenbereich nach erfolgreichem Abschluss der Prüfung soll Basis für eine in weiterer Zukunft angestrebte Filialleitung sein.

persönliche Anmerkung von Fabian Wurster:

Ich blicke auf eine schöne Zeit beim TTVWH zurück, die trotz des weiten Anfahrtsweges, zahlreiche spannende und prägende Momente für mich beinhielt und deshalb keine Reue zeige, diesen Weg eingeschlagen zu haben. Für die Geschäftsstelle hoffe ich innig, sich von der Begegnung mit einer fast schon anderen Kultur erholt zu haben ;-) und möchte zuletzt einfach einmal DANKE für diesen kleinen aber intensiven Lebensabschnitt sagen.

Fragen: Marco Bebion

Text: Fabian Wurster

Fotos: TTVWH

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